Die konkrete Frage an die auf der Straße angesprochenen jungen Menschen lautete:

  • Was würde dich motivieren, öfters im Straßenraum zu Fuß unterwegs zu sein?

An der Beantwortung dieser Frage beteiligten sich neben den 52 angesprochenen Personen zumeist auch ihre Begleiterinnen und Begleiter. Insgesamt wurden 48 Stichworte genannt, die eine bunte Palette ergaben:

 

 

  • Erstaunlich war, dass Stichworte, die die Verbesserung des Stadtbildes betrafen, mit 10 unterschiedlichen Nennungen an der Spitze standen. Genannt wurden z.B. ein „schöneres Stadtbild“, „schönere öffentliche Anlagen“, vor allem „mehr Grünanlagen und Parks“, „mehr Natur im Stadtbild“, „grüne Wege“, „Bäume“.
  • Zur Verbesserung der Infrastruktur wurden „besser ausgebaute Fußwege“ und „bessere Fußwegenetze“ sowie immer wieder „kürzere Wege“ zu Zielorten und „fußgängerfreundlichere Ampelschaltungen“ genannt.
  • Die Verminderung des Autoverkehrs wurde sehr nachdrücklich gefordert, z.B. „Deutlich weniger motorisierter Verkehr, fahrend und ruhend“, „keine parkenden Fahrzeuge auf Gehwegen“, „autofreie Zonen an zentralen Orten“ „Autoverbot an Sonn- und Feiertagen“ und „autofreie Tage“.
  • Unter dem Begriff Gesellschaftlicher Aspekt wurden Aussagen wie z.B. „die Kultur des Zu-Fuß-Gehens fördern“, „gesellschaftliche Anerkennung des Fußverkehrs“, „gemeinsames Gehen zur Schule, zur Arbeit, etc.“ sowie „wenn überhaupt mehr und vor allem mehr Freunde zu Fuß unterwegs wären“ genannt. Motivierend und vorbildhaft würde es ein Befragter finden, wenn die „Polizei nicht so häufig auf Fußwegen parken würde“.
  • Wichtig war den jungen Leuten auch die Verbesserung der Straßenqualität und hier ging es hauptsächlich um die Sauberkeit von Straßen und Plätzen.
  • Der zeitliche Aspekt spielt natürlich auch eine Rolle bei der Verkehrsmittelwahl und so wurde mehrfach der „Zeitdruck“ im Tagesablauf oder „wenn man mehr Zeit hätte“ genannt.
  • Zu den Umweltbedingungen wurden „weniger Lärm“ bzw. „mehr Ruhe“ an erster Stelle und augenzwinkernd mehrfach auch „das Wetter muss besser werden“ genannt.
  • Die Verbesserung der Verkehrssicherheit spielte schon bei den Aussagen zur Verkehrsmittelwahl eine geringe Rolle. Hierzu wurden „viel niedrigere Geschwindigkeiten des motorisierten Individualverkehrs“ genannt und dass es „sichere Wege ohne Beeinträchtigung durch Autos und Fahrräder“ geben muss.
  • Zur Hervorhebung des Fußverkehrs in der Stadtplanung „mehr Raum und Vorrang für den Fußverkehr“ wurden explizit nur zwei Aussagen gemacht.
  • Teilweise ein wenig belustigend wurden weitere motivierende Aspekte genannt, wie z.B. „den öffentlichen Personennahverkehr teurer machen“, mehr Geld zum „Shopping“ haben, in der Stadt „gratis Fußmassagen“ anbieten oder auch „Belohnungen für´s zu Fuß gehen“ geben.

Ergänzend oder auch vergleichend werden die Aussagen aus einer parallel durchgeführten Fachbefragung Mobilität junger Menschen sowie die Wünsche an die Fußverkehrs-Infrastruktur aus der Sicht junger Fachleute empfohlen.