Foto: Carola Martin, Rheinsberg

Es gibt in der deutschsprachigen Fachliteratur kaum Hinweise darauf, welche Ansprüche junge Leute im Verkehrsalltag und an den Straßen­raum haben, wenn sie sich zu Fuß fortbewegen. Bei der Entwicklung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie und der Umsetzung von städtischen Infrastrukturmaßnahmen kann man diese Zielgruppe aber nicht einfach außen vor lassen. Deshalb hat der FUSS e.V. im Rahmen des Projektes Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien folgende drei unterschiedliche Ansätze verfolgt, um den Problemen und Wünschen junger Leute näher zu kommen und diese in den Handlungs­leitfaden integrieren zu können:

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Fachexkursion: Stadt wahrnehmen! – walk and notice

Foto: Prof. Dr. Oliver Schwedes

Im Rahmen eines neuen Lehrmodules „Die Zukunft urbaner Nahmobilität – Fuß- und Radverkehr gestalten“ an der TU Berlin wurden von 30 angehenden Planerinnen und Planern (Master-Studiengang) 17 verschiedene Wegeabschnitte, Plätze und Querungsanlagen mit + (vorwiegend positiv) oder – (vorwiegend negativ) bewertet. Die Beurteilungen mussten begründet werden. Aus diesen Fußverkehrs-Audits oder –Checks als Momentaufnahmen ergaben sich Schwachstellen und gute Ansätze städtischer Infrastruktur aus der Sicht von Fußgängerinnen und Fußgängern. Daraus abgeleitet wurden

Bei Interesse finden Sie Informationen

Straßenbefragung junger Menschen

Im April 2016 wurden in verschiedenen Straßenabschnitten in Berlin-Mitte 52 Jugendliche und junge Erwachsene nach ihrer hauptsächlichen Verkehrsmittelnutzung, den Kriterien für die Verkehrsmittelwahl und ihren Hauptgründen für das Zu-Fuß-Gehen befragt. Darüber hinaus wurden sie gebeten, spontan Aspekte zu nennen, die sie zum vermehrten Gehen anregen würden.

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Fachbefragung Mobilität junger Menschen

Foto: Bernd Herzog-Schlagk, FUSS e.V.)

Anfang Mai 2016 wurden 243 Personen aus Verbänden, Instituten und dem Universitätsbereich um Mithilfe gebeten, die sich möglicherweise mit Mobilitätsverhalten von jungen Leuten befasst haben könnten. Es sollte durch eine kurze Befragung herausgefunden werden, was Fachleute annehmen zur Fragestellung:

Warum gehen junge Leute zu Fuß beziehungsweise was hindert sie daran?

Es gab insgesamt nur 19 auswertbare Rückmeldungen also eine Rücklaufquote von unter 8 %. Sicher auch ein Zeichen dafür, dass die Nutzung öffentlicher Räume durch junge Menschen ohne „fahrbaren Untersatz“ (Auto, Motorrad, Fahrrad, etc.) selbst in der Fachwelt in Deutschland nicht besonders hoch angesiedelt ist.

Dennoch sind die Aussagen für die Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie hilfreich und auch im Vergleich zu den Aussagen aus einer parallel dazu durchgeführten Straßenbefragung junger Menschen aufschlussreich.

Sie finden hier eine

Planungsideen von jungen Fachleuten

Auf Anregung des FUSS e.V. fand in der Beuth Hochschule für Technik Berlin BHT im Wintersemester 2013/14 eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung mit 48 Studentinnen und Studenten der Fachrichtungen Ingenieurwesen und Architektur statt. Ziel war es, Ideen für eine fußgängerfreundlichere und attraktivere Straße Unter den Linden in Berlin zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden zwei Jahre später im Rahmen des Projektes „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ ausgewertet, weil hier beispielhaft an einem Hauptstraßenabschnitt aufgezeigt wurde, was sich junge Menschen an Gestaltungsideen zur Förderung des Fußverkehrs einfallen lassen.

www.flaniermeile-berlin.de